Leinen los
Tom Bäcker 13.03.2008

Liebe Hundefreunde,

Man glaubt gar nicht, was ein Hund, der das lernen gelernt hat selbst alles erfindet...

Eine der praktischsten Erfahrungen mit einem gut ausgebildeten und cleveren Hund ist, das man sich die Leine sparen kann, weil er selbst situativ einschätzt, wann zB sein Radius groß sein kann und wann nicht, wann er sich an uns orientiert und wann er freie Bahn hat.

In diesen Genuß kommen aber leider nur noch unsere Hunde hier in Bayern. Alle anderen Bundesländer haben gesetzliche Bestimmungen erlassen, die ein Zusammenleben mit Hunden zusehends schwieriger statt einfacher macht.

Allgemeiner Leinezwang heißt, den Hund so gut wie NIE laufen zu lassen. Den Tieren fehlen entscheidende soziale Aspekte, die sie ausschließlich im Freilauf und Umgang mit Artgenossen lernen können. Jeder hat sicher schon erlebt, was passieren kann, wenn zwei Rüden an der Leine aneinander vorbeimüssen. Die Halter am anderen Ende der Leine werden schon nervös, die Leine zittert, der Hund wird kürzer gehalten. Die Leine strafft sich und die beiden, die sich ja nicht aus dem Weg gehen können, hängen bei geblecktem Gebiss mit den Vorderläufen in der Luft und schreien sich an.

Unser Mischling Mika, mein Frau Ina und ich haben in den 7 Jahren, die wir Kontakt zur GAH haben so viel gelernt und viel Spaß mit den Hunden und natürlich auch mit den Haltern gehabt. Wie freuen wir uns jeden Tag, an dem wir losziehen können, ohne Mika an die Leine legen zu müssen.

Astrid Ebenhoch ist mit der GAH maßgeblich daran beteiligt, dass die Bestrebungen, die Hunde "Zwangszuverordnen" immer wieder verhindert werden konnten. Mal mit Charme, mal mit Druck oder Diplomatie, jedenfalls bisher und hoffentlich in Zukunft erfolgreich. Unterstützen wir die GAH weiter, damit unsere Hunde auch in Zukunft ein Artgemäßes Zusammenleben pflegen können.

Beste Grüße, Tom Bäcker

TOM BÄCKER
Communications