GAH-Pressestellungnahme v.25.6.2008 zu Bericht der AZ vom 21./22.6.2008 Jetzt hagelt´s Bußgelder!
Astrid Ebenhoch 25.06.2008
Volksverhetzung gegenüber Minderheiten?
Wenn man die seit mittlerweile 13 Jahren immer wieder erscheinenden Hetzkampagnen
bestimmter Boulevardblätter liest,
http://www.abendzeitung.de/muenchen/35081 die sich offenbar instrumentalisieren
lassen um im Propagandastil bei der restlichen Bevölkerung gegen Minderheiten
Stimmung zu machen, fallen einem die Zeiten der dunklen Vergangenheit dieses Landes
ein, in der ebenfalls "Handlungsbedarf" konstruiert wurde um gegen diese "vorzugehen"!
Wenn man viele Politiker in unserem Land so hört, sollen diese Zeiten ja angeblich
der Vergangenheit angehören! Von wegen! Offenbar wird hier übersehen, dass wir
immer noch in einem Land der Hausmeister und Blockwarte leben und das es mittlerweile
selbst in Deutschland ein Antidiskriminierungsgesetz gibt!
Was solche Hetzkampagnen gegen Minderheiten bewirken, konnte nicht nur in der
Vergangenheit schon wiederholt festgestellt werden, als unzählige Hunde im
Englischen Garten deshalb von „Hausmeistern und Blockwarten“ die glaubten
deshalb hierzu autorisiert zu sein vergiftet wurden. Solche Auswirkungen konnten
auch vor Kurzen wieder festgestellt werden, als ein älteres Ehepaar im Englischen
Garten von 2 aggressiven, gewalttätigen Joggern, nur deshalb beleidigt und als
"scheiß Mensch mit scheiß Drecks Kötern" beschimpft und genötigt wurde, nur weil
diese Hundebesitzer waren. Die Hunde ein Mops und ein Zwergpudel spielten mehrere
Meter von den Joggern entfernt mit anderen Hunden und hatten mit den Joggern
keinerlei Kontakt. Nachdem dies zwei Passanten bemerkten und dem Ehepaar zu Hilfe
kamen, wurden diese ebenfalls beleidigt, genötigt uns sogar verfolgt, so dass die
Zeugen die Polizei um Hilfe riefen. Als die Polizei dann endlich kam und die
Zeugen aussagten, was sie sahen und erlebt hatten, stellte die Polizei den
Sachverhalt zunächst in Frage. Diese nahm nicht etwa die Zeugenaussage zur
Kenntnis, sondern ergriff zunächst Partei für die Jogger und interpretierten
und mutmaßten, dass wahrscheinlich ein Hund den Jogger angesprungen hätte. Erst
als die Zeugen verärgert reagierten und wiederholt darauf bestanden, dass die
Polizisten endlich den tatsächlichen Sachverhalt zur Kenntnis zu nehmen um zu
verhindern, dass erneut Hundebesitzer überfallen werden, wurde diesen geglaubt.
Die noch anwesenden Jogger wurden dann rechtsbelehrt und verwarnt. Diese stützten
ihr Unrechtsbewusstsein auf einen Artikel in einem Boulevardblatt das am Wochenende
davor erschienen war und negativ und unwahr gegen Hundebesitzer herzog. Nicht nur
unserer Kenntnis nach, sind solche Vorkommnisse nach solchen propagandistischen
Volksverhetzenden Artikel kein Einzelfall, im Gegenteil.
Der Verwalter des Englischen Gartens, musste als Staatsdiener auf die Bayerische
Verfassung einen Eid ablegen und wird mit Steuergeldern der Bevölkerung bezahlt
um bürgernah den größten Park der Welt - der für das bayerische Volk geschaffen
wurde - zu verwalten, verurteilt in einer Mail an einen Bürger das worauf alle
Bayern stolz sind: Liberalitas Bavariae und erwähnt in diesem Kontext das
Gleichnis von Sodom und Gomorra! Offenbar ist auch hier die Integration eines
Nicht-Bayern, dem eines der wichtigsten Ämter zu dem auch der Umgang und das
Wahrnehmen der Interessen der bayerischen Bevölkerung gehört, selbst nach 13
Jahren nicht gelungen. In der AZ vom 21./22.6.2008 bemängelt dieser eine
schleichende "Verwahrlosung" in seinem grünen "Reich" und fordert "restriktive
Regelungen! Appelle nutzen nichts!" Diese Diktion kenne ich nur aus Erzählungen
meiner Großeltern, die während des 2. Weltkriegs einem Menschen der zu der damals
verfolgten Minderheit gehörte Unterschlupf gaben und diesen versteckten.
Nicht nur die Bedeutung des Wortes "Verwahrlosung", sondern auch ob diese der
Wahrheit entspricht, interessiert hier nicht. "Zielführend" wird dieses benutzt
um Minderheiten einzuschüchtern oder diesen zu drohen. Verwahrlosung bedeutet
zunächst, dass die Mindesterwartungen die die Gesellschaft an eine Person stellt
nicht erfüllt werden, was man an dieser Stelle im Kontext einer Arbeitplatzbeschreibung
nur bestätigen kann. Aus politischer Sicht bedeutet Verwahrlosung, dass Städte oder
Teile von Städten als verwahrlost gelten - wie dies hier beim Englischen Garten
konstruiert wird - wenn sie chaotisch werden, d. h. sich den entropischen Gesetzen
(Unordnung) entsprechend entwickelt haben und von der Umgebung nicht mehr geordnet
werden können.
Offensichtlich sollen hier die Bewohner der angrenzenden Stadtteile aus Bogenhausen,
Herzogpark, Unter- und Oberföhring, Schwabing, Biederstein oder Lehel die zum
gehobenen Bürgertum und zu der Minderheit gehören die den Englischen Garten
besuchen, für eine erfundene „Verwahrlosung“ verantwortlich gemacht werden und
ihnen hierfür die Schuld zugeschoben werden! Sollte nun nicht endlich vielmehr
der Arbeitgeber, nämlich die bayerische Staatsregierung einen ihrer Staatsdiener
über eine Arbeitsplatzbeschreibung aufklären – falls vorhanden - und auf
Kompetenzüberschreitung hinweisen, wie dies in der freien Wirtschaft üblich wäre?
Auch darauf hinzuweisen das zu dieser Tätigkeit, als Diener und Angestellter für
das Volk kein Politischer Auftrag gehört, der permanente Medienpräsenz erfordert!
Hierzu wäre zunächst erst einmal eine Wahl durch das Volk erforderlich, die
allerdings eine gewisse Beliebtheit und Volksnähe erfordern würde. Aber in
erster Linie geht es hier als einfacher Staatsdiener darum, die Pflichten und
Aufgaben und somit die lnteressen und Bedürfnisse der Steuerzahler in einem Park
der für diese geschaffen wurde, auch wahrzunehmen und zu erfüllen. Wofür er
übrigens auch bezahlt wird.
Auch alle anderen offensichtlich lancierten Artikel aus der Vergangenheit
entsprachen - unserer Recherchen nach – nicht der Wahrheit! Hierzu gehört auch
die aktuelle Behauptung es würden sich keine Familien mit Kindern mehr in den
Englischen Garten trauen! Wenn der Verwalter einmal anstatt mit seinem Kleinwagen
und Blaulicht durch den Englischen Garten fahren würde, sondern diesen auch einmal
zu Fuß am Wochenende besuchen würde, könnte er feststellen wie viele Kinder sich
dort angstfrei mit ihren Familien vergnügen. Wie man sieht wird hier mit allen
Mitteln gegen Minderheiten über die Presse Stimmung gemacht. Diese auch seit
Jahren mit Methode verunglimpft, verleumdet und eingeschüchtert, um die restliche
Bevölkerung dagegen aufzubringen und auch davon abzuhalten den Englischen Garten
weiterhin zu besuchen!
In dem letzen Artikel wurde nun nicht nur der ach so böse Bürger und Steuerzahler,
sondern auch hohe Amtsträger wie OB Ude der bürgernah seinen Job erfüllen möchte,
zum "Feind" erklärt. Hier wird dann vom „Leder gezogen“ und der Bevölkerung
ausgerichtet wie „gemein“ die Surfer am Eisbach, Fahrradfahrer, Hundebesitzer,
Fußballspieler sind und der „böse“ Müll und überhaupt die vielen Menschen, die
es wagen, in einem für das Volk geschaffenen Park ihre Freizeit zu verbringen.
Mittlerweile entsteht der Eindruck, dass die Verwaltung offensichtlich am liebsten
um den Englischen Garten einen Zaun ziehen würde, um dann nur noch dem "perfekten"
Menschen, wahrscheinlich am liebsten blond, der brav nur noch auf "Befehl" auf
den Wegen marschiert und über eine bestimmte „Gesinnung“ verfügt, Einlass zu
gewähren. Vielleicht sollte hier eher aus der Sicht des Arbeitgebers versucht
werden darauf hinzuweisen, dass Aufgaben mit Kompetenz zu lösen sind, wie dies
die Stadt München offensichtlich bürgernah schafft. Oder haben Sie schon einmal
in der Presse über Beschwerden der Stadt gelesen, weil Münchner die unzähligen
Parks die von dieser verwaltet werden, besuchten? Die auch mit ihrer
Grünanlagensatzung - nicht nur wegen des Personalmangels - entsprechend bürgernah
arbeitet. Vielleicht sollte die Verwaltung hiervon lernen, wie die Stadt den Müll
der Steuerzahler am Montag morgen nach einem Wochenende einfach selbstverständlich
und pflichtgemäß entsorgt, ohne jedes mal die Medien davon in Kenntnis zu setzen.
In den Parks gibt es übrigens auch jede Menge Natur die trotz der Besucher, welche
auch dort wie im Englischen Garten ihre Freizeit verbringen, sehr gut existieren
kann.
Auch die permanenten und peinlichen Vergleiche zu anderen Parks der Welt
entsprechen nicht der Wahrheit. Anstatt sich über die so "vielen" Besucher -
3,5 Millionen jährlich - im Englischen Garten permanent zu beschweren und zu
jammern, erfüllt die Verwaltung des Central Park mit - 25 Millionen Besucher
jährlich - kompetent und professionell die Bedürfnisse der Menschen. Hinzu kommt,
dass der Central Park in New York nur 320 ha groß ist und 8,5 Millionen Menschen
auf einer Fläche von 800,2 km² leben. Im Vergleich zu München mit nur 1,3 Millionen
Einwohnern auf einer Fläche von 310 km2 und dem größten Park der Welt mit 417ha!
Dort werden die Bedürfnisse der Bürger nicht nur wahr genommen sondern auch erfüllt!
Es gibt Baseballfelder, Fußballfelder, Tennisplätze, 21 Spielplätze, Seen, einen Zoo,
Museen, ein Theater, ein Schloss und vieles mehr. Die Besucher können dort fischen,
klettern, schwimmen, Bowlen, Krocket spielen, reiten, joggen und sogar heiraten. Im
Central Park wird dem Steuerzahler - im Gegensatz zu hier der nur permanent "abgezockt"
wird - ständig etwas geboten, ob im Winter oder Sommer und natürlich immer kostenlos.
Wovon wir hier nur träumen können! Es gibt Aufführungen im Sommer (z.B. Shakespeare
in the Park), Konzerte (Harlem Meer Performance Festival), Aufführungen und Events
speziell für Familien (z.B. Sanbox Music) etc. die meisten Open Air Konzerte und
Aufführungen sind ebenfalls kostenlos. In USA gibt es übrigens eine andere
Rechtssprechung wonach vor allem auch Zivilrechtlich jeder auf horrenden Schadensersatz
verklagen kann. Vielleicht sollte sich die Verwaltung mal bei Kollegen in den USA, die
natürlich keine Beamte sind, ein Beispiel nehmen und lernen wie man bürger-, und
naturnah man dort Probleme löst und alle Bürger mit Respekt und Achtung behandelt,
auch und vor allem wenn diese Minderheiten angehören! Finanziert wird dies alles
zum größten Teil wie auch die Verwaltung, durch private Gelder und mit Unterstützung
der Stadt New York. Bei den vielen Menschen, die im Vergleich zu hier auf einer sehr
kleinen Fläche leben, ist artgemässe Hundehaltung in New York nicht möglich! Trotzdem
werden auch die Bedürfnisse der New Yorker Hundehalter bedacht, erfüllt und dafür
gesorgt dass in mittlerweile in allen Parks die Hunde freien Auslauf haben. Früher
gab es übrigens auch mal eine Schafherde im Central Park! Diese wurde aber abgeschafft
und damit die Schafe ein artgerechteres Zuhause bekommen auf das Land gebracht!
Auch hier waren die Amerikaner wieder einmal schneller und besser als wir! Kunststück
nachdem bei uns die meisten Steuergelder in Verwaltungsapparate laufen die dafür
sorgen, dass immer mehr neue Gesetze und Verordnungen erlassen werden, die uns
nicht nur immer Handlungsunfähiger machen, sondern auch eher an eine Plan- als
Marktwirtschaft erinnern. Die Bevölkerung die endlich einmal darin motiviert werden
sollte, Eingeninitiative und Demokratieverständnis zu erlernen, wird hier wieder
nicht nur übergangen sondern einfach „Kalt“ gestellt. Bill Gates und viele andere
hätten bei uns schon deshalb keine Karriere machen können, weil es in diesem Land
verboten ist, nicht nur in einer Garage ohne Toilette selbständig und ohne Unterstützung
des Staats arbeiten zu wollen, sondern auch erfolgreich zu werden. Hier währen Vorbilder
die Menschen mit Respekt, Achtung, einer gewissen Weitsicht und politischem Verständnis
von Nöten! Wozu nicht nur Politiker, sondern auch Staatsdiener gehören. Ein
Biber-Berater, wegen vergangener vermeintlicher Biber „Probleme“, wird so einen
Mangagementplan mit Sicherheit nicht erstellen und vermitteln können.
Astrid Ebenhoch
1.Vorsitzende
GAH Gesellschaft für artgemäße Hundehaltung e.V.
Tel 089 / 349714
Fax 089 / 33088112
e-mail: ebenhoch@gah-bayern.de
Website: www.gah-bayern.de










