Für den Hund nur das "Beste"!
Astrid Ebenhoch 11.03.2007

Sehr geehrte Mitglieder,

"für den Hund nur das Beste", das wollen viele Hundebesitzer für Ihre lieben Vierbeiner und verlassen sich bei der Ernährung auf die Futtermittelindustrie oder sogar Ihren Tierarzt, denn der und die, werden es ja wissen!? Zudem wird das ja auch immer im Fernsehen in der Werbung propagiert, wie gesund das Futter ist! Wie kommen Hundebesitzer zu solch, unkritischen Einstellungen, an denen man weder rühren darf und schon gar nicht diskutieren! Solchen Hundebesitzern erklären zu wollen, was sie da ihrem Vierbeiner eigentlich antun, ist wie wenn Sie einem Scientology Angehörigen beibringen möchten, dass er eine Gehirnwäsche hinter sich hat, oder einem Alkoholiker sagen, dass Mineralwasser besser für ihn ist! Wie kommen diese Hundebesitzer zu solchem "Wissen", das dafür sorgt, dass die Futtermittelindustrie jährlich mehrere Milliarden Umsatz mit ihrem Junkfood für Hunde und Katzen macht!

Können Sie sich noch an den amerikanischen Dokumentarfilm erinnern, als ein Journalist, der Kern gesund war, damit begann sich 4 Wochen lang mit Mc Donald`s Produkten zu ernähren? Nein, er litt nach vier Wochen nicht nur an Übergewicht, sondern, war laut seiner Blutwerte und der innern Organe "die Amok liefen", nach den Untersuchungen mehrerer Ärzte, ernsthaft krank geworden! So und ähnlich, kann es den Hunden, die langfristig mit industriell hergestelltem Futter ernährt werden, gehen! Kein Wunder also, dass in den letzen 20 Jahren, Lebensmittel- und Eiweissunverträglichkeiten, Haut und Nahrungsmittelallergien, chronische Cholitis (Dickdarmentzündung), Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Diabetes, Adipositas (Fettleibigkeit) Herz-Kreislauferkrankungen, Leber und Nierenerkrankungen, - bis hin zu den so genannten degenerativen Gelekserkrankungen bei bereits jungen Hunden zugenommen haben!

Cadmium, DDT, Queksilber, Blei, Rückstände von Medikamenten wie Antibiotika, Insektenvernichtungsmittel, oder Lindan - das zum Beispiel bei Welpen zu bleibenden Entwicklungsstörungen führen kann - synthetische Farb,-und Konservierungsstoffe - die Liste ließe sich beliebig fortsetzten- was in industriell hergestelltem Hundefutter alles enthalten war, als dies erstmals untersucht wurde! Sie glauben, das ist ein Scherz? Nein, bereits im Jahre 1989 kam ein damals engagiertes Magazin auf die Idee das gängige Hunde und Katzenfutter, das es im Handel zu kaufen gibt, in einem Umweltanalyselabor untersuchen zu lassen. Auf diese Idee, dies nur am Rande, kamen Stiftung Warentest, aber auch Öko Test, um eine objektive Aussage bezüglich der Unbedenklichkeit des Futters für die lieben kleinen Vierbeiner zu machen, seit dem noch nie! Kein Wunder, denn als der Artikel der uns vorliegt, mit der Headline Haarsträubend damals veröffentlicht war, wurde das Magazin von einem Futtermittelkonzern verklagt! Was das für einen kleinen Verlag bedeutet, können Sie sich vielleicht vorstellen, wenn Sie die Honorare der Großkanzleien die, die Futtermittelindustrie vertreten kennen, die bis zu 1000.-? in der Stunde liegen können. Der Prozess ging bis vor den BGH! Leider mussten, so auch der Spiegel der damals darüber berichtete, die Richter dem Konzern recht geben, denn es gibt - übrigens bis heute - kein Futtermittelgesetz, das genau vorschreibt was in ein Hundefutter darf und nicht darf. Ergo, wenn in einem Hundefutter mindestens 4% Hähnchen enthalten ist, darf sich dieses z.B. laut Futtermittelverordnung bereits Geflügelmenue nennen, der Rest ist "unbekannter Herkunft", meist aus tierischen Nebenerzeugnissen und wird wie Hieroglyphen in der Deklaration, die kein Verbraucher versteht, aufgelistet. Was tierische Nebenerzeugnisse sind, aus denen das "leckere" Futter hergestellt wird und woher diese stammen, können Sie in dem angehängten Tierkörperbeseitigungsgesetzen der BRD und der EU nachlesen! Ach ja, das Magazin musste anschliessend aus finanzielle Gründen eingestellt werden, auch eine Möglichkeit, unbequeme "Stimmen" zu liquidieren!

Das reicht Ihnen noch nicht und sie können nicht verstehen, wie die ganzen Umweltgifte in das Futter kommen? Aus eben diesen tierischen Nebenerzeugnissen, die aus der Tierkörperbeseitigung kommen, dagegen sind die Ekelfleischskandale, die den Menschen in der letzten Zeit betrafen, harmlos. Haben Sie schon einmal einen Berg, toter verendeter Tiere in einer Tierkörperbeseitungsanstalt gesehen? Ich schon! Der Anblick gleicht dem eines KZ´s für Tiere! Unzählige Tierkadaver, kranker Haus- und Nutztiere auf einem Haufen, die aus hygienischen Gründen und zur Säuchenverhinderung "verarbeitet" werden dürfen! Natürlich gehörten auch alle Tiere, die wegen BSE getötet wurden, dazu. Ich habe dieses Bild übrigens niemals mehr aus meinem Gedächtnis bekommen! Kadaverberge mit auch toter Kleintiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Vögel, Hamster, verendete Tiere aus der Nutztierhaltung wie Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Schlachtabfälle sowie vom Tier stammende Lebensmittel, denen sich der Mensch entledigen möchte, unterliegen der gesetzlich vorgeschriebenen Tierkörperbeseitigung. Ausnahmen sind in besonderen Fällen zugelassen. Wenn Ihr Haustier beim Tierarzt eingeschläfert wird und Sie nehmen es nicht mit, dann landet es in der Tierkörperbesetigung.

Nach dem deutschen Tierkörperbeseitigungsgesetz vom 2. September 1975 mussten die Kadaver von Pferden, Schafen, Rindern, Schweinen und Ziegen unschädlich beseitigt werden. Inzwischen wurde das deutsche Tierkörperbeseitigungsgesetz durch das "Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz" (TierNebG) vom 25. Januar 2004 ersetzt. Mit diesem Gesetz werden Vorgaben der EU zur Tierkörperbeseitigung umgesetzt, insbesondere werden - nach Gesundheitsgefährdung gestaffelt - 3 Kateg orien von beseitigungspflichtigem Material eingeführt, von denen nur noch Tierkörper, die unter Kategorie 1 und 2 fallen, beseitigt werden müssen. Der Rest des Materials, insbesondere der größte Teil der auf Schlachthöfen anfallenden Abfälle - kann anderweitig - z.B. auch zur Herstellung von Heimtierfutter oder zur Energieerzeugung - verwendet werden.

Nach dem BSE Skandal seit dem Jahr 2000 ist es verboten aus eben diesen Tierkadavern aus der Tierkörperbeseitigung Tiermehl für Nutztiere herzustellen und an diese zu verfüttern, was früher gemacht wurde. Dies führte zu erheblichen Umsatzeinbussen der Futtermittelindustrie. Aber welch ein Glück für diese, dass es Heimtiere gibt, die ja vom Menschen nicht gegessen werden und an die man dieses chemisch, aufbereitete Junkfood, mit luxuriöser Verpackung und entsprechender Werbung erfolgreich vermarkten kann. Die Futtermittelindustrie gibt für Werbung in einem Jahr übrigens doppelt so viel aus, wie BMW und Mercedes zusammen.

Und hier liegt im wahrsten Sinne des Wortes "der Hund begraben": Es ist nicht verwunderlich, wenn Hunde und Katzen die mit Futter, das aus Kadaver kranker Tiere hergestellt wurde, nach jahrelanger Verabreichung, wegen der enthaltenen Toxine, krank werden! Auch die enthaltenen synthetisch hergestellten Vitamine und Aromastoffe, sorgen nicht gerade dafür, dass die Hunde gesund bleiben! Leider denken viele Hundebesitzer immer noch, dass die auf der Verpackung stehenden und enthaltenen Vitamine gesund für ihren Hund wären. Genau das Gegenteil ist der Fall, dies gilt übrigens genau so für den Menschen und ist mittlerweile schon längst bewiesen! Hinzu kommen die enthaltenen Aromastoffe, ohne die kein Hund oder Katze diese Mixtur freiwillig nicht fressen würde. Die Nase des Hundes wird belogen, das Trocken- oder Nassfutter riecht nach Fleisch, schmeckt aber komischer weise nicht danach. Ein Hund der einmal zubereitetes Fressen bekommen hat, wird dieses Junk Food nicht mehr anrühren! Dies hat im übrigen nichts mit dem Argument vieler Hundebesitzer zu tun, dass der Hund "verwöhnt" sei, sondern damit, dass Hunde, wie wir Menschen übrigens auch, Geschmackspapillen besitzen. Ganze Industriezweige beschäftigen sich damit, künstlich hergestellte Aromastoffe herzustellen und zu vermarkten, um nicht nur die Nasen des Hundes sondern auch den Menschen belügen.

Der Ursprung des industriell hergestellten Futters für Heimtiere, kommt übrigens aus der Nutztierhaltung! Bei Nutztieren, die gemästet werden ist jedes zusätzliche Kg, das die Tiere auf die Wage bringen, bares Geld! So fand man z.B. heraus, dass Schweine besonders gerne Erdbeeren mit Sahne mögen und wesentlich mehr fraßen, als dies hinzugefügt wurde. Folglich wurde ein Erdbeere-Sahne Aroma entwickelt das dem Futter beigemischt wurde. Die Schweine verloren ihr Sättigungsgefühl und fraßen bis sie "platzten". Dies ist eine Erklärung, warum viele Hunde, die mit industriell hergestelltem Hundefutter gefüttert werden, einerseits ihr natürliches Sättigungsgefühl verlieren und andrerseits zu dick sind. So freut sich dann die Firma Pfizer, die dann wegen adipöser (fettsüchtiger) krank gefütterter Hunde, einen Appetitzügler entwickeln durfte, der seit einigen Monaten auf dem Markt ist. Kein Wunder, wenn für einen Hund, der ausschließlich mit z.B. Trockenfutter gefüttert wird, gefundene Essensreste im Biergarten eine wahre Delikatesse sind. Der Hund folgt seinem Instinkt, seinen Geruchsrezeptoren und Geschmackspappillen, würde ich übrigens auch, wenn ich Hund wäre! Die Hundebesitzer ändern darauf hin nicht etwa die Ernährung, sondern bestrafen den Hund, weil er sich ja "verhaltensauffällig" benimmt!

Wenn nach dieser Mast, bei Schweinen durch übermäßige Gewichtszunahme Geleksproblemen auftreten, ist dies für die Tierproduzenten nicht weiter "tragisch", weil die Tiere ohnehin geschlachtet werden. Wenn aber einem Hund das gleiche passiert und er schon im Welpenalter mit diesem "Dopingfutter" ernährt wurde und seine Gelenke, wegen zu schnellem Wachstums und zu hohem Gewicht, kaputt sind, freut sich höchstens der Tierarzt, der dann einen Dauerpatienten zur Umsatzsteigerung hinzu bekommen hat. Ein Hund, der anschließend an solchen so genannten degenerativen Gelenkserkrankungen leidet, die durch z.B. zu viel verabreichte Kalorien im Welpenalter, also Fett, entstehen können, ist eine wahre "Fundgrube" für den Tierarzt. Eine Odyssee für den Hundehalter beginnt und eine OP folgt der anderen! Ein Circolus vituosus wird in Gag gesetzt, aus der weder der Hund noch der Mensch wieder heraus kommt. Angefangen von Ellenbogendysplasie, oder HD bis hin zu chronischen Wirbelsäulenerkrankungen, die folgen können.

Bedauerlicher weise ist die Tiermedizin nicht an Prävention, also an der Gesunderhaltung der Hunde interessiert! Im Gegenteil, meistens sind die Tierärzte die Schergen - bezahlte Helfershelfer - der Futtermittelindustrie, die durch Prozente der verkauften Produkte ihre z.B. neu gebaute Klinik finanzieren! Ich kenne Privatkliniken, die den Hundebesitzern durch angelernte Helferinnen, eine "Ernährungsberatung" verkaufen, mit dem Ziel ihr Industriejunkfood an den Hundebesitzer zu bringen. Dieser kommt dann brav jeden Monat, um das Trockenfutter vom "lieben" Tierarzt zu kaufen, das in der Garage, die randvoll mit Hundefutter gefüllt ist, zum Verkauf bereit steht. Wenn dann nach Jahren "erfolgreicher Fütterung", durch dieses Industriejunkfood, nicht nur die Organe des Hundes wie Niere, Magen, und Darm erkrankt sind, dann wird der Hunde behandelt und dem Hundebesitzer eben ein Diätfutter - das meist übrigens wieder Tierische Nebenerzeugnisse enthält - verkauft, das den Hund zwar nicht mehr gesund macht, aber dem Besitzer ein "gutes" Gefühl vermittelt. Er hat ja "alles für sein Hundi getan" und vor allem der Onkel Doktor!! Unsere Gesundheitsreform ist mehr als umstritten! Im Fall der Tiere gibt es keine, sondern nur skrupellose Profitgier und Zynismus!! Denn in der Tiermedizin ist ein "kranker" Hund ein "guter" Hund, der als Privatpatient den Umsatz sichert!

Im übrigen gibt es kaum einen Lehrstuhl für Ernährung in Deutschland, der nicht von der Futtermittelindustrie gesponsert wird. Dies geht so weit, dass Welpen sofort nach der Geburt von ihren Hündinnen weggenommen werden, weil für die Futtermitttelindustrie Versuche für ein Welpenfutter gemacht werden. Die Hündinnen bekommen darauf hin nicht nur eine Mastitis - Brustdrüsenentzündung, sondern werden auch verhaltensgestört. Bevorzugte Rasse, selbst gezüchtete Beagle und Kreuzungen! Aber das sind nur Spitzen von Eisbergen! An dieser Stelle ist natürlich darauf hinzuweisen, dass die Futtermittelindustrie zur Herstellung von Hunde und Katzenfutter Tierversuche vornimmt, natürlich erst recht für die vielen Diätfutter die über die Tierärzte angepriesen werden. So wird den Hunden z.B. eine Niere entfernt, um eine Niereninsuffizienz herzustellen, um dann Versuche mit Diätfutter an den Hunden durchzuführen.

Seit 15 Jahren beschäftigt sich die GAH mit dem Thema Ernährung! Recherchiert und verfolgt die Entwicklung hierzu! Klärt auf, veranstaltet Vorträge, mit entsprechendem Begleitmaterial, um Hundbesitzer sachkundig zu machen. Mittlerweile beschäftigt sich auch der bekannte Bestsellerautor und Ernährungsexperte Hans-Ulrich Grimm mit diesem Thema. Seine Recherchen hierzu, stimmen übrigens mit unseren überein und ich freute mich, als er in seinem Buch "Die Suppe lügt" bereits kapitelweise, der Herstellung von Hunde und Katzenfutter widmete. Vor einem Jahr schrieb ich an seinen Verlag, dass ich dies sehr begrüße und ich es schade finde, dass es nicht ein ganzes Buch gibt, das sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Nun ist es soweit! Und prompt hat er Grimm von der Futtermittelindustrie, vor der Veröffentlichung seines Buches, Ärger bekommen. Mir ist es ein Vergnügen an dieser Stelle auf das Erscheinen dieses Buches, das nun mit Verspätung auf dem Markt kommen wird, hinzuweisen und zu hoffen, dass sich jeder Hundebesitzer dieses kaufen wird. Anbei unten ein Artikel hierzu!

Hier noch einige Tipps für Hundebesitzer, die nicht zu bequem sind, das Futter ihrer Hunde selbst zuzubereiten! Sie sollten Muskelfleisch, außer Schweinefleisch verarbeiten und füttern und darauf achten, dass ihr Hund keine Innnereien, wie Niere oder Leber - weil diese mit z.B. Schwermetallen sehr belastet sind, gefüttert werden! Grundsätzlich kann darauf verzichtet werden! Herz ist übrigens Muskelfleisch und unbedenklich! Ein seriöses industriell hergestelltes Futter, besteht ausschließlich aus einer Eiweissquelle die auch deklariert ist - also ausschließlich aus Muskelfleisch vom z.B. Rind. In der Deklaration sollten außerdem, die genaue Menge, nicht nur des Fleischgehaltes angegeben sein, und wenn dieses Innereinen enthält, wie viel Prozent! Innereinen, also Leber oder Niere, sollten, nur in sehr geringen Mengen enthalten sein! Ansonsten besteht hier ebenfalls, wegen der erheblichen Toxine, die Innereien enthalten, die aber günstig bei der Herstellung sind, langfristig ebenfalls Gesundheitsgefahr für den Hund! Eine Doktorarbeit der LMU in München von 2006 hat bestätigt, dass Hunde, die erhöhte Werte ihrer inneren Organe hatten, diese nicht durch Umweltbelastung bekommen haben, sondern durch die Ernährung, nämlich Innereien!!

Weitere Informationen, hierzu können Sie über unser Ernährungsskript das Sie bei uns anfordern können, bekommen!

Quellen: Die Suppe lügt! Hans Ulrich Grimm, Klett Kotta Verlag; Vorsicht Geschmack! Udo Pollmer/Cornelia Hoicke/ Hans-Ulrich Grimm, rororo Verlag; Die Ernährungslüge! Hans-Ulrich Grimm, Droemer Verlag; Vitaminschock Hans-Ulrich-Grimm/Jörg Zittlau, Droemer Verlag;

Mit freundlichen Grüßen

Astrid Ebenhoch
Vorstand
GAH e.V.
Tel.: (089) 34 97 14
FAX: (089) 33 08 81 12
gah-ebenhoch@t-online.de
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